Street Food Festival – nun ohne „Streets“?

13.04.2018

Street-food-festival-kirchheim-juKirchheim – Die Junge Union Kirchheim zeigt sich empört über die Verlegung des Street Food Festivals auf die Hahnweide. Das Wohl eines Einzelnen wird hier klar über das der Allgemeinheit gestellt. Davon abgesehen muss die Diskussion nun genutzt werden, um den Mix an Veranstaltungen neu zu definieren.

Dabei hat das Kirchheimer Street Food Festival in den letzten beiden Jahren großen Zuspruch gerade bei jüngerer Menschen gezeigt. Warum? Es spiegelt die Vielfalt unterschiedlichster Essenskulturen dieser Welt wider. Es spiegelt Weltoffenheit wider. Das ist es, was junge Menschen anspricht. „Dasswir die ‚Jüngeren’ hierfür nicht nach Stuttgart fahren müssen, sondern dieses Festival hier genießen können, ist ganz klar ein tolles Alleinstellungsmerkmal unserer Stadt“, so Michael Haug stellv. Vorsitzender der JU Kirchheim. Was aber auch den Charme dieses Festivals ausmacht ist, wie der Name schon verrät, dass es auf „Streets“ der Stadt stattfindet. „Der Rollschuhplatz ist unserer Meinung nach der ideale Standort hierfür. Er schaff einen Mittelweg zwischen Anwohnern, Besuchern und Gastronomen. Der Platz verbindet städtischen Charme mit einem gewissen Schutz für die direktenAnwohner“, stellt Felicia Heiß, Vorstandsmitglied der JU Kirchheim, fest.

Nun darf diese Veranstaltung wegen der Androhung einer gerichtlichen Klage eines Bürgers dort nicht mehr stattfinden und wurde auf die Hahnweide verlegt. Gestützt wird sich auf dieFreizeitlärmrichtlinie. Anscheinend sind andere Veranstaltungen nicht betroffen. Unterm Strich zeigt die Entscheidung der Kirchheimer Stadtverwaltung jedoch, wie volatil der Veranstaltungskalender der Innenstadt eigentlich ist. Wenn die Androhung einer Klage eines einzelnen Bewohners die Verlegung einer Veranstaltung nach sich zieht, so wird dies sicherlich nicht die Letzte sein.

„Nun will man die Jugend wieder mehr begeistern sich in der Stadt zu bewegen und einzubringen undverlegt gerade die Veranstaltung, die jüngere Menschen anlockt, auf die Hahnweide“, bemerktSebastian Schulze, Vorsitzender der JU Kirchheim und Michael Haug, stellv. Vorsitzender der JU Kirchheim fügt hinzu: „Dass wir die Leute nicht noch nach Esslingen oder Stuttgart fahren lassen, ist auch alles“.

Wir, die Junge Union Kirchheim, zeigen uns empört über die Verlegung des Kirchheimer Street Food Festivals auf die Hahnweide. Viele von unseren Mitgliedern und anderen (jungen) Menschen wird esnun erschwert werden auf diesem Festival „vorbeizuschauen“. Nicht alle sind mobil.

Daher hätten wir von der Stadt erwartet, die Androhung einer Klage nicht einfach so hinzunehmen, sondern öffentlich damit umzugehen. In einer Demokratie gilt es das Wohl des Einzelnen mit dem der Allgemeinheit abzuwägen. Des Weiteren sollte diese Diskussion nun genutzt werden, um den Mix an Veranstaltungen neu zu definieren. Gibt es nicht auch andere Veranstaltungen, die auf die Hahnweide ziehen könnten? Zukunftsorientiert muss für Kirchheim auch heißen, bei dem Veranstaltungskalender der Innenstadt die Bedürfnisse von Jung und Alt miteinander in Einklang zu bringen. Das jetzige Verhalten der Stadtverwaltung drängt die jüngere Generation aus der Innenstadt hinaus. Wenn es Kirchheim nicht schafft, weiterhin attraktive Veranstaltungen in der Innenstadt zu halten, so werden sich jüngere Generationen anderswo umschauen.

Im Teckboten am 13.4.18

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