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Junge Union und Teile des CDU-Stadtverbands zu Gast auf dem Wiesenhof

Spaziergang durch die Natur mit Bio-Landwirt Arnim Kächele.
Spaziergang durch die Natur mit Bio-Landwirt Arnim Kächele.

Die Junge Union, begleitet durch Angehörige der CDU Kirchheim-Dettingen, besuchte kürzlich den Bio-Bauernhof von Familie Kächele in Unterlenningen. Außer der landwirtschaftlichen Besichtigung stand auch ein Spaziergang in der Natur mit Naturschutzberater Samuel Hoffmeier von Bioland auf dem Programm. Themen waren vor allem nachhaltige Landwirtschaft und Naturschutz im Albtrauf. „Immer mehr Menschen legen Wert auf Produkte aus regionalem Anbau, daher muss es unser Anliegen sein, kleine Erzeuger aus der Region gegenüber den landwirtschaftlichen Großbetrieben zu stärken. Vor allem aber muss europaweit sichergestellt werden, dass Verbraucher korrekt informiert werden. Was drauf steht, muss auch drin sein!“ sagte Rico Hann, Vorstandsmitglied JU Kirchheim. Arnim Kächele kritisierte vor allem den kürzlichen Wegfall der Milchquote. Dies führe dazu, dass zunehmend mehr Milch in großen Betrieben in klassischen Ackerbaugegenden produziert wird, anstatt wie traditionell in Gebieten mit Grünland. „Den Trend die Tiere nicht mehr mit Gras von der Weide zu versorgen, sondern mit auf dem Acker angebauten Silomais sehen wir kritisch, es entspricht nicht der natürlichen Gewohnheit der Tiere und gefährdet besonders kleinere Betriebe“, so Robert Beck, JU-Kirchheim. Der Grund für das Entstehen von Milchwirtschaft in Ackerbaugebieten ist laut Arnim Kächele simpel. „Es ist einfach günstiger, große Viehbestände mit Silomais und Sojaschrot statt auf der Weide mit Gras zu füttern. Die Milch aus Grasfütterung hat deutlich höhenwertige Inhaltsstoffe wie z.B. den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Diesen Unterschied können Sie auch schmecken“.

Im Gespräch mit der Landwirtin über das neugeborene Kalb.
Im Gespräch mit Landwirtin Frau Kächele.

Naturschutzberater Samuel Hoffmeier warnte vor allem vor dem rasch fortschreitenden Artensterben, hier sieht er vor allem die Landwirtschaft in der Pflicht. Svenja Gölz, Vorstandsmitglied JU Kirchheim äußerte sich wie folgt: „Zum Schutz einiger bedrohter Tier- und Pflanzenarten in Baden-Württemberg kann eine nachhaltige Landwirtschaft beitragen, allerdings darf der Versuch von Landwirten ein Bio-Zertifikat zu erhalten nicht darin enden, dass mehr Zeit für Dokumentation und das Ausfüllen von Formularen geopfert wird als für die eigentliche Arbeit. Die Bürokratie in der Landwirtschaft muss wieder ein normal-verträgliches Maß erreichen.“ Der Wiesenhof in Unterlenningen ist ein klassischer Familienbetrieb und wird bereits seit 28 Jahren biologisch bewirtschaftet.

 

im Teckboten abgedruckt am 11. Juli 2015

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