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Junge Union im Gespräch mit Schulleiterin über die Zukunft des Gymnasiums

Die AG Bildung der JU Kirchheim trifft sich mit Schulleiterin Lucia Heffner vom Schlossgymnasium.
Die AG Bildung der JU Kirchheim trifft sich mit Schulleiterin Lucia Heffner vom Schlossgymnasium.

Die Arbeitsgruppe Bildung der Jungen Union traf sich kürzlich mit Lucia Heffner, der Schulleiterin des Schlossgymnasiums, zum Austausch über bildungspolitische Themen wie den Wegfalls der Grundschulempfehlung, G8 und G9 und das mehrgliedrige Schulsystem.

Kirchheim – Die Junge Union Kirchheim traf sich kürzlich mit der Schulleiterin des Schlossgymnasiums, Lucia Heffner, im Teckkeller, zum gemeinsamen Gedankenaustausch über die aktuelle Lage an den Gymnasien und deren Zukunft in der Schullandschaft von Baden-Württemberg. „In kaum einem anderen Bereich hat der Regierungswechsel im Land zu solchen Veränderungen geführt wie im Bildungssektor“, so Stadträtin Natalie Pfau-Weller. „Eine gute Bildung ist für den Wirtschaftsstandort aber noch viel mehr für die Zukunft unserer Kinder von zentraler Bedeutung“, so Pfau-Weller weiter. Die Runde diskutierte vor allen über den Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung, die neue Gemeinschaftsschule und die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9.

Laut Lucia Heffner habe gerade der Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung zu einer stärkeren Heterogenität in der Schülerschaft am Gymnasium geführt. Besonders hinsichtlich des Sozialverhaltens und der Zusammensetzung der Schülerschaft gebe es deutliche Veränderungen. So seien teilweise auch Fünftklässler mit Haupt- und Werkrealschulempfehlungen am Gymnasium. Auf diese Schüler gezielt einzugehen sei eine zusätzliche Herausforderung für die Lehrerschaft, so Heffner. Sie betonte dabei auch, dass der Personalschlüssel für einen Unterricht, der sich an so unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten richtet, nicht ausreichend sei. Lars Weller von der Jungen Union hält das für alarmierend: „Eine solche Entwicklung führt zwangsläufig zu einem Qualitätsverlust der Bildung und im Falle des Gymnasiums letztlich auch einige Jahre später zu Schwierigkeiten an den Universitäten.“

Aus Sicht der Jungen Union ist das mehrgliedrige Schulsystem wesentlich besser dafür geeignet eine passgenaue Bildung zu liefern. „Das mehrgliedrige Schulsystem fördert die Schüler hinsichtlich ihrer Leistung differenzierter als das Konzept der Gemeinschaftsschule“, so der stellvertretende JU-Vorsitzende Michael Haug. „Die Gemeinschaftsschule sei zwar für alle gleich, könne aber aufgrund der Breite der Schülerschaft wesentlich weniger individuell auf die einzelnen Schüler eingehen“, so Haug weiter.

Bei einer Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 mutmaßt Lucia Heffner indes: „Wenn G9-Züge flächendeckend gewählt werden könnten, würde das über kurz oder lang dazu führen, dass es kein G8 mehr gibt“. Das Resultat bezüglich der Leistungen im Abitur sieht sie hingegen als gleich an, „das G8 hat zu keiner Verschlechterung des Abiturschnitts geführt“, so Heffner. Die Runde ließ die Diskussion bei weiteren Gesprächen über Inklusion, Mobbing und der Notwendigkeit von verstärktem Informatikunterricht ausklingen.

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