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Zwei Gründungen auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges

Gründungsgeschichte der JU Kirchheim

 

Am 12. Juni 1956 wurde im damaligen Café Sigel in Kirchheim unter Teck (heutiges caffe adoro am Rossmarkt) die Junge Union Kirchheim gegründet. Nachdem neun junge Männer ihre Aufnahmeanträge unterschrieben hatten, wurde die Gründung vollzogen und Gerhard Spieth zum 1. Vorsitzenden gewählt. Anfangs beschäftigte sich die Junge Union Kirchheim eher mit internationaler Politik, hielt beispielsweise 1957 eine Veranstaltung „Begegnung mit dem Titoismus“ mit Wolfgang Horlacher von der Stuttgarter Zeitung und 1962 eine Veranstaltung mit dem Landesvorsitzenden Wengler zum Thema „Braucht der Westen eine neue Ideologie?“. Leider folgten einige eher passivere Jahre, so dass Ende der 60er Jahre eine neue Initiative mit einer Neugründung der Ortsgruppe Kirchheim im März 1967 im Weissen Ochsen folgte und Friedrich Heinze der neue Vorsitzende wurde. Diese Neugründung wurde aber anfangs auch durchaus kritisch gesehen, da einige der Zielgruppe entweder bei der Bundeswehr oder beim Studium waren. Unter dem Vorsitz von Friedrich Heinze widmete sich die Junge Union Themen wie der Struktur der Bundeswehr und hierfür wurde beispielsweise ein Vortrag mit Herrn Oberstleutnant Kroll veranstaltet. Ende der 60er bestand eine sehr enge Verbindung mit dem damaligen Bundestagsabgeordneten Dr. Anton Stark, der sehr für die aktive Teilhabe der Jugend an der Politik einsetzte. Ab 1968 wurde Elmar Müller der neue JU-Vorsitzende und die JU wurde deutlich aktiver. Seit Ende der 60er traten aktive JU-ler auf der Liste der CDU für den Kirchheimer Gemeinderat an, wie beispielsweise 1968 Elmar Müller. 1968 wurden auch einige Arbeitsgruppen wie beispielsweise der Arbeitskreis Soziale/Wirtschaftliche Mitbestimmung oder der Arbeitskreis Demokratisierung des Schulwesens gegründet. Besonders erwähnenswert ist auch der Vortragsabend im Dezember 1968 mit Dr. Paul Laufs über das Thema „Gesellschaftsreformen“, der lebhafte Diskussionen auslöste. Auch im Jahr 1969 waren die Schwerpunktthemen das Bildungswesen und die soziale/wirtschaftliche Mitbestimmung.

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